Archiv der Kategorie: Jugendpolitik

Jugendarbeit in Zeiten von Corona

Wie alle gesellschaftlichen Bereiche steht auch die Kinder- und Jugend(verbands)arbeit vor einer ungeahnten Herausforderung. Überall tragen Menschen ihr Wissen zusammen um das soziales Leben aufrecht zu erhalten und weiterhin füreinander da zu sein. Wir möchten euch mit der folgenden Linksammlung auf wichtige Informationen und Angebote aufmerksam machen, die in dieser schweren Zeit für Kinder- und Jugendliche und Eure Arbeit im Landkreis unterstützend sein können. Unsere gemeinnützigen Organisationen sind auch von einer wirtschaftlichen Krise betroffen, alle suchen momentan nach Lösungen. Im Anhang findet ihr den Offenen Brief des LJR M-V an die Landesregierung, um Hilfsmaßnahmen für die Jugendverbände im Land einzurichten. Bittet leitet den Brief auch in Eure Netzwerke weiter!

Für viele junge Menschen ist zu Hause bleiben, besonders in der Stadt, sehr anstregend. Wir möchten Euch ermuntern, die Kontakte zu pflegen, virtuelle Angebote zu machen, neue online-Tools auszuprobieren – Vidochats, online etwas zusammen spielen, Filme drehen, einen podcast machen, Hörbücher lesen…  für uns alle eine Chance um Neues auszuprobieren.

Für die Mitteilung Eurer Erfahrung über die Situation von Kindern und Jugendlichen, Hilfsanfragen sowie Ideen um den Austausch der Kinder- und Jugendarbeit im Landkreis weiter am Laufen zu halten, stehen wir gerne zur Verfügung und bemühen uns um technische Lösungen. Wir freuen uns über Eure Rückmeldungen.

Bleibt alle gesund!
Eurer Team des Kreisjugendrings Mecklenburgische Seenplatte

Forderung eines Notfallfonds für die Jugendverbandsarbeit / Landesjugendring M-V
Pressemitteilung des LJR MV e. V. bezüglich Hilfsmaßnahmen für gemeinnützige Träger

Allgemeine und rechtliche Infos
https://www.ljrmv.de/ljrmv/aktuelles/meldungen/20200318_CoronaInfos.php

Zum Einstieg in digitale tools für Eure Arbeit mit Jugendlichen, der Podcast „Talk and Tools“ vom Jugendmedienverband M-V e.V.

04 | Sonderfolge: Jugendarbeit trotz Corona

weitere tools und Beratung zu Euren Fragen rund um digitale Jugendbeteiligung beantworten die Ansprechpartner*innen für digitale Beteiligung in MV:

https://www.mvmituns.de/faq

weitere Werkzeuge für digitale Jugendbeteiligung
https://jugend.beteiligen.jetzt/werkzeuge/tools

Der 6wöchige online- Kurs für alle, die sich in Methoden der digitalen Beteiligung einarbeiten wollen:

https://www.oncampus.de/jbjmooc

Die Mitrede-App von Politik zum Anfassen e. V.:

https://www.politikzumanfassen.de/placem

Beispiele für offene Jugendarbeit virtuell
https://www.netz.bz.it/stories-presse/2020-03-17-virtojal


Fachtag Jugendförderung 6.11.2019 in Neustrelitz

BEGRÜßUNG
In gemütlicher Café- Atmosphäre begann der Fachtag mit Begrüßung durch Michael Steiger 1.Vorsitzender des Kreisjugendrings MSE e.V.

„Zwischen Not und Notwendigkeit“
IMPULSVORTRAG Christian Thönelt,
Referent für Grundsatzfragen Landesjugendring MV e. V.

Christian Thönelt vermittelte uns die rechtlichen und politischen Grundsätze der Kinder- und Jugendarbeit und stellte die Entwicklung der Jugendförderung der letzten 10 Jahren dar.
Er erläuterte anschließend die Auswirkungen der Änderung der Jugendförderung ab 2020 und diesbezüglich die Forderungen des Landesjugendrings MV.

Sein Fazit zur neuen Förderung des Landes ab 2020 lautet:
→ keine substanzielle Verbesserung für die strukturelle Unterfinanzierung der Kinder- und Jugendarbeit in MV!
→ Dynamisierung der Mittel kann aktuelle als auch die zukünftigen Preissteigerungen nicht auffangen!
→ Strukturen der Kinder- und Jugendarbeit bleiben weiterhin punktuell finanziert (insbesondere in ländlichen Räumen).
→ Erschließung „Weißer Flecken“ aufgrund von Bedarfslagen nicht möglich!
→ Es wird noch schwieriger, Fachkräfte zu finden und zu binden!

Impulsvortrag Christian Thönelt

Erhöhung von „nix“ bleibt „nix“
Im FISHBOWL diskutierten mit den Gästen:

Marion Schild, Sachgebietsleiterin Jugendförderung Jugendamt LK MSE
Christian Thönelt, Referent für Grundsatzfragen beim LJR MV,
Markus von Jan, Geschäftsführer des KJR LWL/ Parchim und Mitglied der LAG Kinder- und Jugendarbeit und
Thomas Kowarik, Vorstand des KJR MSE u. Mitglied des Kreistages

Blitzlichter aus der Diskussion:

Zukunft Regionale Jugendförderung
Regionale Auswirkung der Änderung der Jugendförderung:
ˑFür den LK bedeutet die Erhöhung, dass kaum mehr als eine zusätzliche Personalstelle gefördert werden könnte
ˑLaut Kinder und Jugendbricht, Kinder und Jugendarbeit staatliche Aufgabe, Grundgerüst für gesellschaftlichen Zusammenhalt, Teil der Daseinsvorsorge
ˑKinder- und Jugendarbeit muss pflichtige kommunale Aufgabe werden, bspw. LK Ludwigslust-Parchim finanziert Amtsjugendpfleger

Lobbyismus
ˑMehr Transparenz für Bedarfe und Wirkung der Kinder- und Jugendarbeit, soziale Arbeit muss lauter werden und mehr für den Berufsstand einstehen, Präsenz zeigen
ˑLobbyismus kostet Geld, Proteste größtenteils ehrenamtlich organisiert
Vernetzung, Senioren als Verbündete,
ˑLobbyismus muss dennoch Jugendliche ansprechen
ˑregelmäßige Fachtage zu jugendpolitischen Themen

Politische Beteiligung
ˑAktive Beteiligung von jungen Menschen in der Kommunalpolitik, z.B. Teilnahme in Ausschüssen,
ˑSchulterschluss der Jugendverbände mit Verwaltung und kommunaler Politik um regional und auf Landesebene wirksam zu werden

FEEDBACK
Insgesamt gab es viele positive Rückmeldungen zur Veranstaltung, Verbesserungswünsche gab es zum Inhalt der Workshops- besser hätten die politischen Themen des Vormittags vertieft werden sollen.

Welche Themen wünscht ihr Euch für zukünftige Fachtage?
– Lernen/ Schule
– Lernmethoden
– Politische Bildung
– Netzwerkarbeit und professionelle Identität
– VertreterInnen aus Politik einladen

Vielen Dank an das Kunthaus Neustrelitz, alle UnterstützerInnen und für Eure Teilnahme.

Bis zum nächsten Fachtag 2020!

U 18 Jugendwahlen für Europa am 17. Mai 2019

Wir öffnen am 17.  Mai Wahllokale für Kinder und Jugendliche in: 

Burg Stargard |  Jugendfreizeitzentrum

Demmin | Café 3K

Neubrandenburg | Skatehalle

Neustrelitz | Kunsthaus 

Die U 18 Wahlen bieten Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren  die Möglichkeit sich selbstbestimmt und selbstbewusst politisch auszudrücken. In der Zeit vor den Wahlen ist es spannend, die eigene Meinung, Zukunftsvisionen und die eigenen Fragen zu entdecken.

Wollt ihr ein eigenes Wahlbüro eröffnen und die Stimmen von Kindern und Jugendlichen sammeln, dann meldet Euch ganz einfach hier an www.u18.org/europawahl-2019 

Wie Du kreativ und spielerisch mit Kindern und Jugendlichen zum Thema Europa arbeiten und die Jugendwahl durchführen kannst, erfährst du im Multiplikatorenworkshop                                                              am 25.4.2019 | 10-14 Uhr  Jugendzentrum,  Burg Stargard

Jetzt anmelden unter info@kjr-mse.de!

Gemeinsam mit dem Landesjugendring M-V e. V. und der Landeszentrale für politische Bildung organisieren wir diese 4 stündige Fortbildung für Multiplikatoren der Kinder- und Jugendarbeit.

 

Jugendpolitische Forderungen zur Kommunalwahl 2019!

Landesrat der Stadt- und Kreisjugendringe Mecklenburg Vorpommern: Am 26. Mai 2019 werden in Mecklenburg-Vorpommern die Gemeindevertretungen, Stadtvertretungen und Kreistage neu gewählt. Jugendpolitik gehört zur Kommunalpolitik: Fast immer sind Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene von kommunalpolitischen Entscheidungen betroffen. Die Jugendarbeit vor Ort – ob im Jugendclub, im Jugendverband oder die Jugendsozialarbeit – leistet dabei einen unverzichtbaren Beitrag zum gelingenden Aufwachsen aller jungen Menschen in unseren Gemeinden, Städten und Landkreisen.
Um den berechtigten Interessen junger Menschen Nachdruck zu verleihen, wenden wir uns als Landesrat der Stadt- und Kreisjugendringe in Mecklenburg-Vorpommern mit vier gemeinsamen Forderungen an die zukünftige Kommunalpolitik. #jugendpolitikMV

Das Kinder- und Jugendförderungsgesetz (KJfG M-V) muss nach über 20 Jahren dringend novelliert werden. 5,11 Euro pro Kopf und Jahr sind zu wenig! Die Altersgruppe als Grundlage der Förderhöhe (bislang 10- bis 26-Jährige) ist nicht mehr zeitgemäß. Land und kommunale Ebene sind gemeinsam gefordert, Kommunalverträge mit einer höheren Grundförderung auszuhandeln.

Kreis- und Stadtjugendringe sind die jugendpolitischen Interessenvertretungen der Kinder und Jugendlichen sowie der freien Träger der Jugendhilfe vor Ort. Starke Jugendringe sind Werkstätten der Demokratie. Sie sind deshalb dauerhaft zu fördern sowie finanziell und personell auskömmlich auszustatten. (Siehe auch: Positionspapier der AG Großstadtjugendringe 2018 unter www.jugendring.de)

Kinder- und Jugendbeteiligung muss in ganz Mecklenburg-Vorpommern stärker gefördert und weiter ausgebaut werden. Das Konzept vom Landesjugendring für ein kommunal und landesweit tätiges Beteiligungsnetzwerk MV (siehe www.jugendbeteiligung-mv.de) soll – unter finanzieller Beteiligung von Land und kommunaler Ebene – ab 2020 in jedem Landkreis und jeder kreisfreien Stadt umgesetzt werden.

Mecklenburg-Vorpommern braucht junge Menschen. Sie sind die Zukunft und auch in der Gegenwart ein gleichberechtigter Teil unserer Gesellschaft. Hierfür muss ressortübergreifend zusammenarbeitet werden, um den Bedarfen junger Menschen gerecht zu werden: Ob berufliche Perspektiven, bezahlbarer Wohnraum, öffentlicher Nahverkehr in Stadt und Land, vielfältige Kultur-, Sport- und Freizeitangebote oder die Nutzung öffentlicher Räume und Plätze – junge Menschen brauchen Akzeptanz, Unterstützung und mehr Aufmerksamkeit im politischen Handeln.

Kommt alle nach Berlin zur Bundesweiten Demonstration #unteilbar

 

 

Liebe engagierte Mitmenschen,

der Kreisjugendring Mecklenburgische Seenplatte e.V. möchte sich an der oben geannten Demonstration beteiligen und es jungen Menschen aus der Mecklenburgischen Seenplatte ermöglichen daran teilzunehmen.

Haben wir dein Interesse geweckt?

  • Du bist mindestens 14 Jahre (max. 27 Jahre) alt und wohnst im Landkreis MSE?
  • Hast Lust und Zeit dich vom 12.10. (nachmittags) bis 13.10. (Abends) mit uns von Neubrandenburg auf eine Reise zu begeben?
  • Du möchtest dich deiner Stimme bedienen?
  • Dich erwartet eine Nacht im Hostel mit coolen Leuten und angeregeten Gesprächen
  • Teilnehmer Beitrag 10€

sei dabei und melde dich unter der Mailadresse: info@kjr-mse.de unter dem Betreff: Demo #unteilbar!

mit freundlichen Grüßen

Veit & Marcel vom Kreisjugendring-Team

Kreisjugendring MSE im Gespräch mit Sozialministerin Drese

Am 22.08.2018 waren Mitarbeiter sowie Vorstandsmitglieder des Kreisjugendrings zu Gast beim Kommunalpolitischen Abend der SPD-Landtagsfraktion in Göhren-Lebbin. Wir sprachen mit der Ministerin über die noch ausstehende Novellierung des Kinder- und Jugendförderungsgesetzes M-V (KJFG M-V). Neben der allgemeinen Situation der Jugendförderung in unserem Landkreis thematisierten wir insbesondere die notwendige Erhöhung der vom Land zur Verfügung gestellten Mittel zur Jugendförderung, deren Anteil derzeit noch bei 5,11€ liegt. Außerdem wir sprachen mit Frau Drese über Perspektiven zur langfristigen Sicherung der Jugend- und Schulsozialarbeit, den fachpolitischen Appell der AG §78 SGB VIII Jugendförderung 2018 sowie über die rechtskreisübergreifende Zusammenarbeit von Jugendhilfe und Schule im Rahmen der Kooperationsinititative zur Gestaltung ganztägiger Bildung M-V.

Stellungnahme des Landesfachverbandes Schulsozialarbeit M-V

Die Jugend- und Schulsozialarbeit in Mecklenburg-Vorpommern befinden sich gemeinsam am Tropf der Gelder, die aus dem Europäischen Sozialfonds ausgeteilt werden. Mit dem bevorstehenden Auslaufen bzw. der Neuauflage ab 2020 kann erwartet werden, dass sich wieder einiges in diesen Bereichen ändern wird.

Hier findet ihr eine Stellungnahme der Kolleg/Innen vom Landesfachverband Schulsozialarbeit M-V zu den anstehenden Herausforderungen sowie zur aktuellen Situation.

Trägerstatement der evangelischen Jugend zu ESF-Auflagen

Trägerstatement der evangelischen Jugend zu ESF-Auflagen

Seit Jahren schon ist zu beobachten wie die sich stetig ändernden Auflagen des Europäischen Sozialfonds, Jugend- und Schulsozialarbeit beeinflussen und eine vertrauensvolle, auf Langfristigkeit aufbauende Tätigkeit nahezu unmöglich machen. Dazu gehört nicht nur die stete Unsicherheit bezüglich der Finanzierung, auch das Verbot von Mehrbeschäftigung über 35 Wochenarbeitsstunden hinaus, die Einschränkung von Fortbildungsmöglichkeiten und die fehlende Anerkennung von Tätigkeiten zur Wahrnehmung von Arbeitnehmerrechten sorgen für Unzufriedenheit. Hinzukommend wird auch die Betreuung von Praktikantinnen und Praktikanten nicht anerkannt. Gerade jetzt, wo es darauf ankommt, dem Fachkräftemangel zu begegnen und junge Menschen an eine Tätigkeit in der Jugend- und Schulsozialarbeit heranzuführen, ist dies genau das falsche Signal. Aus diesem Grund hat die evangelische Jugend ein Trägerstatement verfasst, welches wir unterstützen

Das Trägerstatement könnt ihr hier im Wortlaut nachlesen.